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    Italiener dominieren Dolomitenlauf, Lokalmatadore stark


    So wie gestern die Franzosen die Skatingbewerbe beim Dolomitenlauf dominierten, gaben heute die italienischen LangläuferInnen in der klassischen Technik den Ton an. An der Spitze der erstmalige Sieger Mauro Brigadoi, der 2020 für Schlagzeilen sorgte, als er kurz vor dem Sieg zu Sturz kam. Stark präsentierten sich auch wieder die Österreicherinnen um Anna Schmidhofer, die Rang drei über die Langdistanz belegte, die Tirolerin Petra Tanner siegte über die 20km und die junge Osttirolerin Julia Lindsberger verpasste das Podest nur knapp.


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    Der Dolomitenlauf in Osttirol wurde heute mit dem Königsbewerb über 42/20 Kilometer im klassischen Stil beendet. Mehr als 1.300 TeilnehmerInnen nahmen gestern und heute den größten Volkslanglauf Österreichs, der auch zum Worldloppet zählt, in Angriff. Heute erwartete wieder Traumwetter bei rund sieben Grad Minus die Volkslangläufer aus über 30 Nationen.

     


    Dreifachsieg für Italien auf Kurzdistanz

    Eine großes Pulk an Langläufern zog sich über die traumhaften Loipen des Lesachtals. Beim 20km-Rennen sah es lange nach einem Zielsprint aus, doch zwei Kilometer vor dem Ziel setzte sich der 26-jährige Italiener Lorenzo Busin ab und brachte einen respektablen Vorsprung vor seinen Landsleuten Tommaso Dellagiacoma und Matthias Schwingshackl ins Ziel. "Es ist super gelaufen und nach zwei Podestplätzen in diesem Jahr in Frankreich habe ich endlich meinen ersten Sieg geholt", freute sich Busin. Als bester Österreicher landete Hartwig Seebacher aus Bad Mitterndorf auf Rang vier. Der Lesachtaler Lokalmatador Nils Kurz holte den tollen sechsten Platz!

     

    Rot-weiß-roter Damenerfolg, Lokalmatadorin Lindsberger verpokert sich

    Beim letzten Dolomitenlauf 2020 wurde die Tirolerin Petra Tanner Zweite, hinter ihr folgte die Italienerin Caterina Piller. Heute hatte die Südtirolerin erneut das Nachsehen, denn Tanner aus Reith bei Seefeld holte sich mit acht Sekunden Vorsprung ihren ersten Sieg über die 20km beim Dolomitenlauf! Den dritten Platz sicherte sich mit Thea Schwingshackl erneut eine Italienerin. Auf den undankbaren vierten Platz lief die erst 16-jährige Lienzerin Julia Lindsberger vom Veranstalterverein LRC Lienzer Dolomiten. "Ich wollte unbedingt den Sieg und habe beim Präparieren der Skier alles riskiert und auf das Wachs verzichtet. Der Schuss ging auf den letzten Kilometern leider nach hinten los und ich hatte keinen Halt mehr. Aber no risk no fun, ich versuche es wieder", gab sich die Osttiroler Nachwuchshoffnung kämpferisch.

     

    "Crashpilot" von 2020 gewinnt endlich!

    Beim 42km-Bewerb der Herren entwickelte sich rasch ein Ausscheidungsrennen. 15 Kilometer nach dem Ziel lagen sechs Spitzenläufer vorne, dahinter kämpfte der Sieger von gestern - Max Olex - vergeblich um den Anschluss. Auf dem letzten Kilometer setzte der Italiener Mauro Brigadoi alles auf eine Karte und gewann mit einem fulminanten Zielsprint vor dem Tschechen Fabian Stocek und Francesco Ferrari, einem weiteren  Italiener. Als bester Österreicher landete der 45-jährige Innsbrucker Michael Kirchler an der elften Stelle. "Ich habe heute gezeigt, dass auch ältere Routiniers vorne mitfahren können. Es lief heute von Meter zu Meter besser", freute sich Kirchler. Der strahlende Sieger des Dolomitenlaufs 2023 kommt aber aus Italien. Schon 2020 stand er kurz vor dem Triumph. Doch beim Zielsprint in Lienz crashte Brigadoi mit seinen beiden Fluchtgefährten. So war der Traum vom Sieg ausgeträumt, den er sich nun erfüllte. "2020 war der Vierte hinter uns der strahlende Sieger, heute hat es endlich mit dem Triumph geklappt. Ich bin so happy über den Erfolg und mein ganzes Team hat super gearbeitet", freute sich der der 31-jährige Italiener. An der vierten Stelle landete der Franzose Bastien Poirrier, Dolomitenlauf-Sieger von 2016.

     

    Osttirolerin schafft es aufs Podest

    Beim 42km-Damenrennen war die Schwedin Malin Boerjesjoe nicht zu schlagen. Die 26-Jährige feierte einen unangefochtenen Start-Ziel-Sieg und distanzierte die Tschechin Adela Rocarkova um 2,5 Minuten. Die 24-jährige Anna Schmidhofer aus Villgraten in Osttirol schaffte mit Rang drei ihr erstes Podest beim Dolomitenlauf und war absolut happy: "Es war ein hartes Rennen und gerade wenn man Zuhause läuft hat man noch mehr Druck." Großer Jubel herrschte auch bei der schwedischen Siegerin: "Es war so toll hier zu laufen. Ich schaffte heute meinen zweiten Saisonsieg und freue mich riesig über diesen Triumph bei meinem ersten Dolomitenlauf. Es war ein super Rennen in einer traumhaften Umgebung!"

     

    Nach dem Dolomitenlauf ist vor dem IBU Cup und Austria Skitourenfestival

    In Osttirol geht es in den nächsten Wochen sportlich weiter: Von 26. bis 29. Jänner 2023 findet das 9. Austria Skitourenfestival in Lienz statt. Hier dreht sich alles um das Thema Skitouren. Es bringt Experten/Expertinnen und Hobbysportler/Hobbysportlerinnen zusammen – für mehr Spaß und Sicherheit am Berg. Und eine Woche später gastieren viele Biathlon-Stars beim IBU-Cup der Damen und Herren in der Biathlonhochburg Obertilliach. Bei perfekten Schneebedingungen treten rund 300 AthletInnen aus 40 Nationen an.

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